Berufsbild

Psychiatrie, allgemein

Der Psychiater, zu deutsch Seelearzt, ist ein Facharzt der Medizin. Grundsätzlich sind Ärzte Fachpersonen zur Behandlung von Krankheiten.

Nach dem Medizinstudium, das mir dem Staatsexamen endet, kann man bei der Gesundheitsdirektion des Kantons eine Praxisbewilligung beantragen. Die befähigt, eine eigene Praxis zu führen.

Die meisten jungen Ärztinnen und Ärzte lassen sich aber für ca. fünf Jahre in mehreren Spitälern als Axsistenten anstellen, wo sie mehrere Fachgebiete (z.B. Chirurgie, innere Medizin, Kindermedizin, allgemein Hausarzt-Medizin) näher kennen lernen und sich für ein Gebiet, z.B. eben Psychjatrie oder Jugendpsychjatrie spezialisieren. Dann erhalten sie den speziellen Facharzttitel von der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH.

Vom Namen her ist der Psychiater für Krankheitszustände des Psyche = Seele zuständig.

Als Arzt darf er Medikamente verschreiben und über die Krankenkasse abrechnen.

Die meisten PsychiaterInnen führen eine selbstandige Praxis, wo sie ihre Patienten verlässlich über eine gewisse Zeit therapieren.

Im Kanton Zürich sind alle Ärzte mit eigener Praxis verpflichtet, sich beim Notfalldienst für die Bevölkerung in Not zu beteiligen, z.B. mit Hausbesuchen.

Psychologie

Die Psychologie ist das Wissensgebiet, das sich mit dem Denken, Fühlen und Handeln des (gesunden) Menschen befasst.

Die Psychologin, der Psychologe ist ebenfalls eine Fachperson. Es gibt verschiedene Ausbildungsorte, auch die Universität, aber der Titel ist nicht streng geschütz. Deshalb ist das Berufsbild weniger genau umrissen.

Das Arbeitsfeld für PsychologInnen ist vielfältig. Oft geht es um das Verhalten oder die Bedürfnisse gesunder Menschen. Z. B.: Eine Verkaufsfirma möchte wissen, wie sie die Webung möglichst wirksam gestaltet. Die Uhrenmacher brauchen Mindestsanforderungen an die Beleuchtung für ihre feine Arbeit.

In der klinischen Psychologie geht es aber hauptsächlich um das Befinden des Menschen, auch um Störungen. Beziehungen sind wichtig. So gibt es viele PsychologInnen, die z. B. Paartherapie oder Unterstützung in schwierigen Lebenslagen anbieten.

Gruppenpraxis mit delegierter Psychotheapie

Die Psychologin kann in Ruhe Vertrauen fördern und mit dem Klienten im Gespräch die Probleme klären und bearbeiten.

Über die Psychiaterin laufen die Krankenkassen-Abrechnung und allenfalls die Medikamentenverschreibung.